Arbeitslosigkeit in der Industrie stabilisiert sich
St.Gallen. Ende Januar 2010 ist die Zahl der Stellensuchenden um 156 auf 13612 Personen zurückgegangen. Diese Tatsache ist zu einem überwiegenden Teil dem verarbeitenden Gewerbe und der Industrie zuzuschreiben. - skMC
Leicht zugenommen hat die Zahl der Arbeitslosen, nämlich um 117 Personen. Auffallend ist die relativ tiefe Zahl von Neuanmeldungen, verbunden mit einem starken Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit.
Ende Januar 2010 waren im Kanton St.Gallen 13612 Personen als stellensuchend gemeldet (-156), davon 9689 (+117) als arbeitslos. Das ergibt eine Stellensuchendenquote von 5,6 Prozent und eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Die Stellensuchendenzahlen haben um 1,1 Prozent ab-, die Arbeitslosenzahlen um 1,2 Prozent zugenommen. Am stärksten ist die Abnahme der Stellensuchendenzahlen in den RAV-Regionen Heerbrugg (-1,9 Prozent), Sargans (-1,6 Prozent) und St.Gallen (-1,3 Prozent). Geringer fällt der Rückgang in Oberuzwil (-0,8 Prozent) aus. In Rapperswil-Jona (+0,4 Prozent) und Wattwil (+0,6 Prozent) resultiert eine leichte Zunahme.
Der Rückgang ist auf das verarbeitende Gewerbe und die Industrie zurückzuführen (-101), während die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe praktisch stagniert hat (+6). Von einer Trendumkehr zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Das seco rechnet bis in den Sommer hinein mit weiter wachsenden Arbeitslosenzahlen. Auffällig sind die vergleichsweise geringe Zahl der Neuanmeldungen (1352), was den tiefsten Wert seit August 2008 darstellt, und der markante Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit (1301 Personen oder 9,6 Prozent der Stellensuchenden).
Die jüngsten Stellensuchenden haben diesmal stärker profitiert als die übrigen. Bei den 15- bis 19-Jährigen beträgt die Abnahme 7,4 Prozent, bei den 20- bis 24-Jährigen 0,8 Prozent, bei den 25- bis 49-Jährigen 1,4 Prozent, während bei den 50-Jährigen und Älteren eine Zunahme um 0,3 Prozent resultiert.
Ende Monat befanden sich 1766 Personen (13,0 Prozent) in einem Kurs oder einem Einsatzprogramm, 1783 (13,1 Prozent) gingen einem Zwischenverdienst nach. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen beträgt 801, dies sind 156 mehr als im Vormonat. Klar am meisten Stellen stammen nach wie vor aus dem Bau- und aus dem Gastgewerbe. Rund 400 Betriebe haben für etwa 11000 Mitarbeitende Kurzarbeit vorangemeldet.
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