Das diesjährige Festival war geprägt von wechselhaftem Wetter und Schlamm, mitreissenden und auf wändig produzierten Konzerten und der unvergleichlichen friedlichen Atmosphäre. Nennenswerte Zwischenfälle gab es keine.
Das OpenAir St.Gallen 2009 wird als – nach mehreren trockenen Ausgaben für einmal wieder – schlammiges Happening in die Geschichte eingehen. Grossartige Konzerte sorgten für diverse musikalische Höhepunkte, die Stimmung war gewohnt locker und entspannt, und auch der Schlamm hatte seinen Auftritt, indem sich einige Besucher regelrechte „Schlachten“ lieferten. Positiv sieht auch das rechnerische Fazit der Veranstalter aus: Seit Samstagabend ist das Festival ausverkauft (95’000 Tageseintritte inkl. Nachtschwärmer). Die Tageskassen für den Sonntag bleiben jedoch geöffnet, da bereits einige Festivalbesucher das Gelände verlassen.
Musikalische Highlights
Auch in programmlicher Hinsicht hat das 33. OpenAir St.Gallen kaum Wünsche offen gelassen – sowohl die Besucher, als auch die Bands zeigten sich begeistert. Am Freitag sorgten Peter Fox und Get Well Soon aus Deutschland sowie zu später Stunde der französische Top-Export Birdy Nam Nam für erste Hö- hepunkte. Doch auch die US-Amerikaner vermochten zu überzeugen: Die Rap-Altmeister Cypress Hill waren auf der Sitter- bühne ebenso mitreissend und souverän wie die jüngeren Rock-Acts The Gaslight Anthem und Yeah Yeah Yeahs auf der Sternenbühne.
Zu den musikalischen Sternstunden am Samstag zählten das Konzert von Farin Urlaub Racing Team – die Band sorgte schon mitten am Nachmittag für eine riesige Party – die beiden Schweden von Johnossi sowie Stress, der von der ersten Sekunde an das Publikum in seinen Bann zog. Später folgten die heiss ersehnten Auftritte von Altmeister Nick Cave & The Bad Seeds und schliesslich Nine Inch Nails, die mit ihrem düsteren Industrialrock vor allem die Freunde der härteren Gangart begeisterten. Höhepunkte der sanfteren Art bildeten die Gigs des deutschen Indie-Barden Olli Schulz sowie der jungen Schweizerin Sophie Hunger, die beide eine beträchtliche Anzahl Besucher zur Sternenbühne lockten. Wie schon 24 Stunden zuvor kam auch in der Nacht auf Sonntag der letzte Kracher aus französischer Soundküche: Yuksek liess die letzten Tanzwütigen bis in den frühen Morgen hüpfen.
Würdiger Abschluss
Erste Glanzpunkte von heute Sonntag gingen auf die Konten des belgischen Shooting Stars Milow sowie des Ostschweizer Duos Junes, die das Publikum mit sanften Klängen und träume- rischen Texten verzauberte. Verbleibende Highlights wie The Streets, Editors oder Mando Diao dürften dafür sorgen, dass sich der Grossteil der Besucher erst spät aus dem Sittertobel verabschiedet.
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