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Mi. 16. Juni 2010 - 13:28 Uhr
EU-Beitritt: Die Eliten sagen ja

Kommentar. Müssen wir uns der EU anschliessen? Die Elitären sagen weiter ja. Sie träumen von Grösse. Für sie leidet die Eidgenossenschaft unter ihrer Begrenztheit. Das Heil soll in Europa liegen. Der Bankrott der Griechen schreckt sie nicht ab. - Von Nationalrat Roland Rino Büchel - mbMC

Roland Rino Büchel
 
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Magazin LEADER Mai 201028.05.2010 / 16:29h
Magazin LEADER Mai 2010
Wer keine Verantwortung tragen will, sucht sein Glück in der Grandezza. Deswegen zieht es die Auserwählten Richtung Europa; sie suchen den Anschluss. Für mehr als die Hälfte der eidgenössischen Parlamentarier steckt die Schweiz in einer «aktuellen europapolitischen Isolation». Mittels EU-Beitritt wollen sie unser Land daraus befreien.

Das Muster ist nicht neu: Wer den eigenen Laden nicht im Griff hat, will seine Probleme von aussen lösen lassen. Wenn obendrein lukrative Pöstchen winken, wähnen sich die Anschlüssler in einer persönlichen Win-win-Situation.

EU-Boschafter gibt uns den Tarif durch
Als EU-Vollmitglied müssten wir uns die permanenten Belehrungen von EU-Botschafter Reiterer wohl nicht mehr anhören. Wie lauten diese heute? «Der Bundesrat muss sich klar werden, ob die Beitrittsfrage auf den Tisch kommt!» Das ist in etwa das Mildeste, was von ihm zu hören ist. Üblicherweise gibt der Österreicher Reiter(er) dem Schweizer Gaul die spitzen Sporen.

Den Vogel hat der EU-Funktionär mit seiner Aussage zum geldgierigen CD-Räuber abgeschossen. Auf den Datenklau zuhanden der deutschen Behörden angesprochen, meinte er, es handle sich dabei um Himmels Willen nicht um Diebstahl. Denn «die Daten gehen nicht verloren. Es wird nur Information weitergegeben.» Schlimm dabei: Er meinte es absolut ernst.

Bankrotte EU-Staaten
Es ist noch keine zwei Jahrzehnte her: Der Bundesrat liess uns glauben, dass die damalige EG wirtschaftlich ein Erfolgsrezept darstelle. Das Schweizer Volk misstraute dem und wollte nicht einmal in den EWR, das europäische Trainingslager.

Im Jahr 2010 hat die EU finanzielle Sorgenfälle wie Griechenland, Spanien, Portugal, Irland und Island am Hals. Die ehemals kommunistischen Ostländer stecken ebenfalls im Sumpf und lassen sich schon heute mit so genannten «Ostmilliarden» vom Schweizer Steuerzahler füttern.

Deutschland zahlt
Die Deutschen erlösen die Griechen. Einsatz in Euro: 123 Milliarden allein für eine Rettungsgesellschaft. Das hoffnungslos überschuldete Spanien leistet 54 Milliarden. Und so weiter – bis zum Zwergstaat Malta. Dessen Bewohner leben vom Tourismus. Sie müssen für ihre direkten Konkurrenten 400 Millionen bereitstellen!

Wie erginge es dem (fiktiven) EU-Land Schweiz? Schon in «normalen» Zeiten wären Milliarden hart erarbeiteter Franken zum Stopfen fremder Löcher bestimmt. Der «Fall Griechenland» und seine korrupten Politiker hätten uns zusätzliche Milliarden gekostet. Zahlen und «banales Buchhalterzeugs» interessieren die Anschlussfreudigen nicht. Schliesslich hat man Ideale. Schulden? Spätere Generationen sollen die Berge abtragen. Oder zugrunde gehen.

 
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