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So. 28. Februar 2010 - 07:55 Uhr
Entwicklungen zugunsten der Umwelt

Am 18. März wird der SVC-Unternehmerpreis Ostschweiz verliehen. Unter den sechs Finalisten ist auch die FlumRoc AG. - mbMC

CEO Kurt Frei: «Es besteht noch ein gewaltiger Nachholbedarf.»
 
CEO Kurt Frei: «Es besteht noch ein gewaltiger Nachholbedarf.»

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Das Kerngeschäft der Flumroc-Gruppe mit Sitz in Flums ist die Herstellung von Steinwolle aus regionalem Gestein und recycelter Steinwolle – zum Dämmen, Schützen und Energiesparen. Das Flumser Unternehmen, das aus der 1900 gegründeten Schmelzwerke Spoerry AG hervorging und seit 1950 Dämmprodukte aus Steinwolle herstellt, beschäftigt heute rund 270 Mitarbeiter und produziert jährlich etwa 50'000 Tonnen Steinwolle. Flumroc-Dämmplatten sind schweizweit führend im Bereich der Wärme- und Schalldämmung sowie des Brandschutzes.

Als die Flumroc AG Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit der Herstellung von Steinwolle begann, betrug die tägliche Produktion noch ein paar wenige Kilo. Heute – 60 Jahre später – werden pro Tag mehr als 200 Tonnen gefertigt, Tendenz steigend. Die Nachfrage ist insbesondere in den vergangenen Jahren markant gestiegen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Förderprogramme und Regulierungen im Bereich der Energieeffizienz von Bauten. Zu spüren bekam das die Flumroc AG in besonderem Masse vor drei Jahren: Die Branche boomte und neue Vorschriften führen zu noch dickeren Dämmstärken. In dieser Phase konnte das Unternehmen die Nachfrage nicht mehr befriedigen. CEO Kurt Frei erinnert sich: «Es kam zu Lieferengpässen und wir entschlossen uns, die Firmenstrukturen auszubauen.» Folglich wurden weitere Mitarbeiter eingestellt und die Produktionsstunden erhöht. So beschäftigt die Flumroc AG heute rund 270 Mitarbeiter, darunter auch 22 Lehrlinge.

Bauherren verlangen nach Antworten
Aufgrund der Wirtschaftskrise ist die Nachfrage derzeit marginal zurückgegangen, befindet sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Denn die Thematik «Energieeffizienz» ist allgegenwärtig. Wer heute baut – ob Neubau oder Sanierung –, kommt um die entsprechenden Fragestellungen nicht herum. Wer saniert, beschäftigt sich mit neuen Möglichkeiten für die Heiztechnik und mit einer Verbesserung der Gebäudehülle im Allgemeinen. Und bei Neubauten geht der Trend sowieso in Richtung «Minergie»-Standard und darüber hinaus. Die Flumroc AG will in beiden Bereichen nicht nur Produktlieferantin, sondern auch Dienstleisterin und Beraterin sein. «Die Bauherren beschäftigen sich derzeit mehr denn je mit diesem Gebiet und suchen nach entsprechenden Strategien und Antworten», stellt Frei fest. «Es ist wichtig, ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen und sie zu begleiten.»

Unternehmenspolitik
Darüber hinaus ist die Flumroc AG aber auch Entwicklerin und Forscherin. Wer am Ball bleiben will, muss die Hausaufgaben machen. Ausschlaggebend für die Qualität von Dämmstoffen sind die Zusammensetzung und die Dicke, die Dampfdurchlässigkeit, die graue Energie und die Rückbau- und Rezyklierbarkeit. Neben ausgezeichneten Dämmwerten sollen sie auch Schutz gegen Lärm und Feuer bieten. All diese Faktoren gilt es bei der Entwicklung und Produktion mit einzubeziehen. «Mit der Entwicklung geeigneter Anwendungslösungen sowie der Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung energieeffizienter Neubauten und Sanierungen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses», so Kurt Frei. «Dieses Engagement wird auch in Zukunft wichtiger Teil unserer Unternehmenspolitik bleiben.»

Renovationsstau
Die Energiebilanz zieht sich durch alle Bereiche des Unternehmens. Angesprochen auf die hohe Energie, die es benötigt, um Steine zu schmelzen, zu spinnen und zu härten, erklärt Frei: «Sie haben Recht, wir verbrauchen für die Herstellung sehr viel Energie. Unter dem Strich amortisieren sich unsere Dämmstoffe jedoch bereits innerhalb einer Heizperiode.»

Die Zukunftsperspektiven der Flumroc AG lassen auf einiges hoffen. Nach wie vor wird jährlich eine Vielzahl von Neubauten erstellt. Und Kurt Frei ist sich sicher, dass dieser Trend nicht abbricht. Auch künftig wird Altes Neuem weichen müssen. Hinzu kommt der Renovationsbedarf. «Das Volumen, das zur Erneuerung ansteht, ist ungemein gross», erklärt der CEO. «Wir sanieren heute nur 1,25 Prozent aller Gebäudebestände. Da besteht noch ein gewaltiger Nachholbedarf. Und wir reden hier immerhin von Bruttoinvestitionen von mehreren Milliarden.» Die Bereiche Bauen und Energie sind unzertrennbar miteinander vereint. Das hat die Flumroc AG schon vor 60 Jahren erkennt. Heute und in Zukunft kann sie von dieser Erfahrung in höchstem Masse profitieren.


 
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