St.Gallen. Der Tanz und die Konzerte sind die grossen Gewinner der diesjährigen Saison der St.Galler Festspiele. In beiden Bereichen konnte ein deutlicher Zuwachs bei den Besucherzahlen verzeichnet werden. - pdMC
Die Freilicht-Oper auf dem Klosterplatz war auch 2009 ein Erfolg.
Die Open-Air-Oper „Samson et Dalila“ auf dem Klosterhof hatte ebenfalls sehr hohe Zuschauerzahlen – konnte wegen schlechten Wetters an einem Tag aber nicht draussen gespielt werden. Daher konnten hier die Zuschauerzahlen nicht gesteigert werden. Insgesamt blickt Direktor Werner Signer aber auf eine erfolgreiche Festspielsaison zurück: Die Zahlen von allen Veranstaltungen des Festspielprogramms sind genauso hoch wie im Vorjahr.
Die St.Galler Festspiele fanden vom 26. Juni – 10. Juli 2009 bereits zum 4. Mal statt. Das Herz der Festspiele ist die Open-Air-Aufführung einer selten gespielten Oper auf dem Klosterhof in St.Gallen mit jeweils sieben Aufführungen. In diesem Jahr wurde Camille Saint-Saëns Oper „Samson et Dalila“ unter der musikalischen Leitung von Sébastien Rouland aufgeführt. Vor der eindrücklichen Kulisse der St.Galler Kathedrale erlebten die Zuschauer das biblische Drama in der Inszenierung von Stefano Vizioli mit einem hervorragenden Sängerensemble.
In der Kathedrale verabschiedete sich der langjährige Leiter der St.Galler Tanzkompanie Philip Egli von seinem Publikum mit drei Vorstellungen „Tanz in der Kathedrale“. „Ein Blick zurück. Ein Schritt nach vorn.“ hiess das Programm, das Eglis Tanzkompanie noch einmal auf der Höhe ihres Schaffens erlebbar machte. Begeleitet wurden die Tänzer durch Domorganist Willibald Guggenmos und den Trompeter Gregory Flynn.
Abgerundet wurden die St.Galler Festspiele durch ein sehr ambitioniertes Konzertprogramm, das seinen Schwerpunkt bei „alter Musik“ setzte. Ein Höhepunkt war die konzertante Aufführung von Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ durch das auf historischen Instrumenten musizierende Pariser Ensemble Opera fuoco. David Stern, Chefdirigent in St.Gallen, leitete das Konzert in St. Laurenzen. Beim Festkonzert in der Kathedrale kam noch einmal der Komponist Camille Saint-Saëns mit seiner berühmten Orgelsinfonie zu Gehör. An der Orgel sass auch an diesem Abend Domorganist Willibald Guggenmos.
Im Jahr 2010 steht – passend zum Spielort - wieder ein biblisches Thema im Mittelpunkt der St. Galler Festspiele: Gaetano Donizettis Oper „Il diluvio universale“ wird auf dem Klosterhof aufgeführt. Zu deutsch heisst der Titel „Die Sintflut“, doch in der Direktion des Theaters St.Gallen ist man zuversichtlich: Die Sintflut findet nur auf der Bühne statt, nicht am St.Galler Festspielhimmel!
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