Wie «20 Minuten» heute berichtet, hatte Ulrich Thielemann, Vizedirektor des Instituts für Wirtschaftsethik an der Universität St.Gallen (HSG), am Donnerstag, 27. März einen Auftritt vor dem Finanzausschuss des Bundestags. Während der Präsident der Bankiervereinigung vor demselben Gremium die Schweiz, ihre Steuerpolitik und das Bankgeheimnis mit viel Engagement vertrat, soll Thielemann - selbst Deutscher - die Schweiz nicht gerade blumig beschrieben haben. Zitiert wird er unter anderem mit dem Satz: «Die Schweizer haben keinerlei Unrechtsbewusstsein.» Zudem gebe es in der Schweiz die abenteuerlichsten Argumente zur Rechtfertigung des Bankgeheimnisses.
Thielemann selbst behauptet nun, das Ganze nicht so gesagt zu haben, entschuldigt sich aber doch für den Fall, dass sich die Bevölkerung durch seine Aussagen verunglimpft fühle. Politikern wie dem St.Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann reicht das als Wiedergutmachung nicht. Er fordert, Professor Thielemann das Lehramt zu entziehen.
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