Kanton St.Gallen schreibt Integrationsprojekte aus
St. Gallen/SG. 3000 Migrantinnen und Migranten besuchen im Kanton jährlich Deutsch- und Elternbildungskurse oder Angebote der Frühförderung. Interessierte Anbieter von Alphabetisierungs- und Deutschkursen tiefer Sprachniveaus, Elternbildungsangeboten und Angeboten im Vorschulbereich für neu eingereiste Migrantinnen und Migranten können sich beim Departement des Innernbis 15. September 2010 um einen Bundesbeitrag für 2011 bewerben. - smMC
Anbieter für Integrationsprojekte können sich jetzt um Bundesbeitrag für das Jahr 2011 bewerben. (Foto: cc-by-sa vijay.thampy)
Bereits zum dritten Mal findet die Ausschreibung der Integrationsgelder des Bundes durch das Departement des Innern statt. Der Bundesbeitrag von einer halben Million wurde im Vorjahr durch Gemeindebeiträge und Kursgelder der Teilnehmenden auf ein Gesamtvolumen von rund zwei Millionen vervierfacht.
Kurse stärken die individuellen Kompetenzen
3000 Erwachsene und Kinder nutzten im Vorjahr die Angebote in allen Regionen des Kantons. Den grössten Zulauf verzeichnen die Sprachkurse. Im Vordergrund der unterstützten Kurse steht neben dem Spracherwerb die selbständige Bewältigung des Alltags. In den Elternbildungsangeboten geht es um Erziehungs- und Schulfragen. Die Pilotprojekte im Vorschulalter bereiten auf den Kindergarten- und Schuleintritt vor, so dass die Kinder mit vergleichbaren Chancen in ihre Schullaufbahn starten. Auch im Jahr 2011 sollen entsprechende Angebote in allen Regionen des Kantons durchgeführt werden können. Anbieter von Sprachkursen tiefer Sprachniveaus, aber auch Anbieter von Elternbildungs- und Frühförderangeboten sind deshalb aufgefordert, sich bis am 15. September 2010 um einen Bundesbeitrag für das Jahr 2011 zu bewerben, sofern die Angebote die Mindestanforderungen gemäss der neuen Ausschreibung erfüllen.
Integrationshürden abbauen
Die Integration gleicht oft einem Hürden- oder Hindernislauf. Neben der Stärkung der individuellen Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten unterstützt der Kanton deshalb Gemeinden und Private, die sich für integrationsfreundliche Rahmenbedingungen einsetzen. Projekte von Gemeinden und Institutionen, die sich «integrationsfit» machen wollen, sind im Vergleich zu den Bundesgeldern jedoch nicht an einen Eingabetermin gebunden und können jederzeit beim Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte im Departement des Innern eingegeben werden.
Die Ausschreibungsunterlagen für die Bundesbeiträge des Jahres 2011 und die Eingabeformulare für die kantonalen Integrationsfördergelder sind auf der Integrationswebsite des Kantons unter www.integration.sg.ch aufgeschaltet.
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