Der SC Brühl verlor in der Innerschweiz bei den U21-Talenten des FC Luzern mit 0:3 (0:2)-Toren und blieb zum zweiten Mal in Folge ohne Torerfolg. Auf dem ungewohnten Kunstrasen auf einem Nebenplatz des neuen Luzerner Heimstadions kassierten die St.Galler den ersten Gegentreffer bereits nach 35 Sekunden. - mcMC
Die Brühler schafften es nicht rechtzeitig, sich auf die schnellere Unterlage Kunstrasen umzustellen und verloren gegen einen überzeugenden und spielstarken Gegner zu recht. Nach der zweiten Auswärtsniederlage in Serie rutschen die Kronen auf den 3. Tabellenplatz zurück und empfangen am kommenden Samstag (16.30 Uhr, Paul-Grüninger-Stadion) den Tabellenführer FC Tuggen zum Direktduell.
Zu Beginn noch nicht bereit – Gegentor nach 35 Sekunden!
Die Brühler waren zu Beginn auf dem ungewohnten Kunstrasen der Sportanlage Allmend noch gar nicht bereit, als es bereits zum ersten Mal im Tor von Geisser einschlug. Nach lediglich 35 Sekunden überlief der schnelle Mavembo über rechts Keller und legte quer auf Saliu, der keine Probleme hatte, die Luzerner Führung zu bewerkstelligen. Damit war die Partie lanciert, ehe die St.Galler realisierten, was mit ihnen geschah. In der Startphase waren die Einheimischen die deutlich stärkere Mannschaft, spielte enorm schnell über die Seiten und überrumpelte die schläfrige Brühler Defensive förmlich.
Zwar gaben auch die Gäste ein erstes Lebenszeichen ihrer
Offensivbemühungen, als Morina über rechts abschliessen konnte, aber in der 11. Minute traf bereits wieder Saliu mit dem Kopf nur die Latte. Mit ihrem enormen Tempo und Direktspiel überforderten die Luzerner Talente die Brühler Mal für Mal. Nach einer knappen halben Stunde fanden auch die Brühler besser ins Spiel und gewannen vermehrt Zweikämpfe und Spielanteile, die Gäste hatten nun zusehends Feldvorteile. Genau in dieser Phase kassierten die Brühler aber den zweiten Verlusttreffer: Nach einem Ballverlust tanzte Bühlmann auf engstem Raum Keller aus und traf herrlich zum 2:0 in die weite Ecke. Nur kurze Zeit später hätte wiederum über die rechte Seite bereits die Entscheidung für die Luzerner fallen können, Mavembo knallte die Hereingabe aber übers Tor.
Steigerung und Aufbäumen – Vorentscheidung kurz vor Pause
Nach dem Pausentee und verschiedenen Umstellungen im Spiel der St.Galler suchten die Gäste die Offensive. Die geforderte Steigerung in ihrem Spiel war zweifellos vorhanden, hatten die Gäste doch mittlerweile mehr Ballbesitz und Spielanteile. Doch in ihren immensen Bemühungen um den Anschlusstreffer blieben sie weitgehend harmlos. Zwar wirkten die mittlerweile auch schnellen Kombinationen teilweise durchaus gefällig, doch die Kronen kamen mit wenigen Ausnahmen kaum einmal zu wirklich zwingenden Abschlussgelegenheiten. Sie verzeichneten wohl teilweise deutlich mehr Ballbesitz, ohne je wirklich gefährlich im gegnerischen Strafraum aufzutauchen. Die auffälligsten Aktionen waren ein Flachschuss von Thaqi sowie Thomas Inauen und Valmir Pontes jeweils mit Eckbällen, die der aufmerksame Torhüter Strohhammer mit wachen Reflexen in Eckball klärte.
Brühl empfängt Tabellenführer Tuggen zum Direktduell
Zwar versuchten die St.Galler nochmals alles und suchten vehement die Offensive und den Anschluss. Der enorme Aufwand sollte an diesem Nachmittag nicht belohnt werden, es fehlte den Kronen auch an Durchschlagskraft, um mit einem Lucky Punch die Begegnung noch drehen zu können. Als Fries nach einem groben Schnitzer in der Brühler Defensive den dritten Treffer für die Luzerner erzielte, war die Begegnung entschieden und die spielstarken Innerschweizer Talente konnten sich verdientermassen über einen weiteren Heimsieg auf ihrem Kunstrasen freuen.
Die Brühler verbleiben trotz dieser Niederlage in der Spitzengruppe und liegen neu auf Rang 3. Am nächsten Samstag können die St.Galler im heimischen Paul-Grüninger-Stadion den unangefochtenen Tabellenführer Tuggen im Direktduell herausfordern.
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