Dübendorf, 6. April 2010 – Die Kindersterblichkeit hat seit 2008 um 900 000 Todesfälle pro Jahr abgenommen, seit 1990 konnte die Zahl um ein Drittel auf 8,1 Millionen Kinder reduziert werden. Mit sechs einfachen Massnahmen kann die Kindersterblichkeit weiter gesenkt werden.
- mcMC
Im letzten Jahr ist die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren von 9 auf 8,1 Millionen zurückgegangen. «Obwohl die Kindersterblichkeitsrate rückläufig ist, sinkt sie noch lange nicht schnell genug, um das Millenniumsentwicklungsziel 4, die Reduktion der Kindersterblichkeit auf 4 Millionen Todesfälle bis 2015, zu erreichen», erklärt Irene Fogwe, Themen & Anwaltschaft bei World Vision Schweiz. Vor allem im südlichen Afrika und in Südasien müssen weitere Fortschritte erzielt werden.
im Jahr 2009, rund 4,2 Millionen, waren in den fünf Ländern Indien, Nigeria, Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China zu beklagen. Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen in ländlichen Gebieten tragen das höchste Risiko. Der Grossteil aller Todesfälle ist auf vier Hauptursachen zurückzuführen: Geburtskomplikationen (37 %) sowie die vermeidund heilbaren Krankheiten wie Lungenentzündung (18%), Durchfallerkrankungen (15%) und Malaria (8%).
Die Ursachen wirksam bekämpfen
Die Erfahrungen, die World Vision in über 1600 Entwicklungsprogrammen gemacht hat, zeigen, dass sich zwei Drittel dieser Todesfälle mit sechs einfachen Massnahmen vermeiden lassen: Moskitonetze zur Malariaprävention, eine Zucker-Salz-Lösung zur Rehydration bei Durchfallerkrankungen, ausschliessliches Stillen in den ersten sechs Monaten, Geburten im Beisein einer ausgebildeten Fachkraft, Impfungen gegen gängige Krankheiten und als wichtigste Massnahme zur Stärkung des Immunsystems: genügend und vor allem ausgewogene Ernährung für Mütter und Kinder.
die Gesundheit der Kinder
und hat die fünf Jahre dauernde, globale Kampagne «Gesunde Kinder Weltweit» lanciert. Während dieser Zeit werden 1,5 Milliarden Dollar für Gesundheitsprojekte eingesetzt. «Darüber hinaus suchen wir die Zusammenarbeit mit Regierungen und lokalen Partnern in Entwicklungsländern, um bewährte und effiziente Massnahmen zur Senkung der Kindersterblichkeit breitflächig einzusetzen», so Irene Fogwe weiter. World Vision Schweiz unterstützt die globale Kampagne und hat im vergangenen Jahr in seinen Entwicklungsprojekten 2 Millionen Franken für Gesundheitsprojekte eingesetzt.
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