Museumsstrategie und mehr Geld für die Museen in Appenzell Ausserrhoden
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat der vom Departement Inneres und Kultur vorgelegten Museumsstrategie und einer Erhöhung der jährlichen Fördermittel für die Museen von 360'000 Franken zugestimmt. In der zweiten Jahreshälfte 2010 wird die Strategie mit den Museen vertieft, der Einsatz der Mittel geklärt und der Umsetzungsplan erarbeitet. 2011 soll die Museumsstrategie in Kraft gesetzt werden. - smMC
Eine Strategie und mehr Geld gibt es in Appenzell Ausserrhoden für die Museen. (Bild: www.appenzeller-museum-stein.ch)
Im September 2007 hat der Regierungsrat das Departement Inneres und Kultur beauftragt, bis zum Sommer 2010 ein Konzept für eine kantonale Museumspolitik zu erarbeiten. Nach einer ersten Konsultation der Museen hat das Amt für Kultur unter Beizug von Fachleuten und enger Begleitung durch den Kulturrat eine Strategie erarbeitet. Folgende Leitlinien waren dabei wegleitend: Alle Museen sollen einen Nutzen haben; die Strategie soll auf die Situation in Appenzell Ausserrhoden zugeschnitten sein; auf der gewachsenen Entwicklung soll aufgebaut und die Eigenständigkeit der Museen soll respektiert werden.
Die Museumsstrategie stellt eine verstärkte Kooperation der Museen ins Zentrum und formuliert verschiedene Ziele auf dem Weg zur «Museumswelt Appenzell Ausserrhoden». Die ersten Ziele betreffen alle zwölf Museen und Ausstellungsorte im Kanton. Sie verfolgen eine verstärkte gemeinsame Kommunikation, eine verbesserte Koordination und mehr Gemeinschaftsprojekte zur Nutzung von Synergien, zur Steigerung der Attraktivität oder zur Behebung von Schwächen. Die übrigen Ziele betreffen einzelne Museen. Sie bezwecken die Stärkung der drei zentralen Bereiche Volkskunde, Kulturgeschichte und Baukultur sowie die Förderung von besonderen Potenzialen. Übergeordnetes Ziel ist eine verstärkte Ausstrahlung und Resonanz der «Museumswelt Appenzell Ausserrhoden».
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat eine Erhöhung der jährlichen Fördermittel an die Museen um 360'000 auf 760'000 Franken beschlossen. Die Aufstockung wird einerseits durch eine Erhöhung der Einlage in den Kulturfonds – 200'000 Franken aus dem Lotteriefonds – und andererseits durch eine Umverteilung innerhalb der Kulturfördermittel gedeckt.
Noch offen ist die Verteilung der Gelder auf die einzelnen Museen. Diese wird in Zusammenarbeit mit den Museen vorgenommen und beinhaltet auch eine Überprüfung der bisherigen Aufteilung der Fördermittel. Neben den wenigen Museen, die mit einem Betriebsbeitrag mittels Leistungsvereinbarung unterstützt werden, werden auch in Zukunft alle anderen Museen eine projektbezogene Unterstützung erhalten können.
In einem nächsten Schritt geht es darum, bis Ende Jahr die Strategie zusammen mit den Museen zu vertiefen, die Zuständigkeiten zu klären, die Strukturen der Koordination aufzubauen und den Umsetzungsplan zu erarbeiten. Die Umsetzung der Museumsstrategie ist auf das Jahr 2011 vorgesehen.
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