St.Gallen. Das Volkswirtschaftsdepartement musste heute mit Enttäuschung vom Entscheid der Insolvenzverwaltung in Deutschland Kenntnis nehmen, die Quelle Versand AG zu liquidieren. - skMC
Grosser Ausverkauf aus tragischem Grund bei Quelle.
Trotz intensiver Bemühungen der Standortförderung und der erfolgreichen Vermittlung von mehreren Investoren, die konkrete Übernahmeangebote unterbreitet haben, wurden diese leider abgelehnt. Insbesondere ist der Entscheid aus volkswirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Sicht bedauerlich und enttäuschend.
Nach mehrmonatigem intensivem Kontakt mit dem Unternehmen und der Insolvenzverwaltung wurde das Amt für Wirtschaft heute Mittag über die Liquidation der Quelle Versand AG in St.Gallen informiert.
Intensive Bemühungen der Standortförderung
Schon im Juni 2009 - bei Bekanntwerden des Insolvenzverfahrens bei der deutschen Arcandor-Gruppe - ist die Standortförderung mit der St.Galler Tochtergesellschaft in Kontakt getreten. Sie konnte von einem positiven Geschäftsgang der Marken Quelle und Ackermann Kenntnis nehmen und das Unternehmen bezüglich standortrelevanter Fragen beraten. Vor zwei Monaten begann sich dann abzuzeichnen, dass trotz dem guten Geschäftsgang bei der Insolvenzverwaltung in Deutschland auch die Liquidation ein Thema ist.
Die Standortförderung hat sodann im Januar und Februar intensiv rund zehn Investorenkontakte vermittelt und die Gespräche mit dem Ergebnis unterstützt, dass schliesslich mehrere konkrete Angebote vorlagen. Umso enttäuschter nehmen das Volkswirtschaftsdepartement und das Amt für Wirtschaft nun zur Kenntnis, dass diese Angebote zur Fortführung der Gesellschaft und zur Erhaltung der Arbeitsplätze nicht berücksichtigt wurden. Es ist volkswirtschaftlich und arbeitsmarktlich bedauerlich und enttäuschend, dass in diesem Insolvenzverfahren die Erhaltung von Arbeitsplätzen kaum Gewicht erhalten hat.
Weitere Unterstützung
Die Standortförderung bleibt trotz der Hiobsbotschaft mit den Insolvenzverwaltern in Kontakt, falls sich noch Anfragen und Möglichkeiten ergeben, kleinere Teams an neue Arbeitgeber zu veräussern und damit Arbeitsplätze indirekt zu erhalten. Das Amt für Arbeit wurde ebenfalls heute über die definitive Massenentlassung informiert. Das RAV St.Gallen bietet den betroffenen Mitarbeitenden umfangreiche Dienstleistungen an, um möglichst rasch Stellen zu vermitteln und eine rasche Wiedereingliederung zu ermöglichen.
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