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Fr. 9. Juli 2010 - 09:12 Uhr
SP zu Oberstufe 2012: Note ungenügend

St. Gallen/SG. Die SP zeigt sich enttäuscht vom in ihren Augen mutlosen Grundsatzentscheid des Erziehungsrates zur Oberstufenstruktur. Man habe eine Reform und keine Kosmetik erwartet. Eine Chance für die Weiterentwicklung der Oberstufe sei verpasst worden. - smMC

Die SP ist vom Grundsatzentscheid des Erziehungsrates zur Oberstufenstruktur enttäuscht.
 
Die SP ist vom Grundsatzentscheid des Erziehungsrates zur Oberstufenstruktur enttäuscht.

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Der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen hat aus Sicht der SP eine Chance verpasst. In der Oberstufe werde sich in Zukunft nichts bewegen. Innovativen Schulgemeinden werde es auch in Zukunft nicht möglich sein, Sekundar- und RealschülerInnen gemeinsam unterrichten zu können, heisst es in einer Aussendung. Das Modell der integrativen Oberstufe würde die individuelle Förderung der Kinder erleichtern und die Chancengleichheit erhöhen. SP-Kantonsrat Donat Ledergerber bedauert, dass den Schulgemeinden die Zulassung für eine zukunftsweisende integrative Oberstufe oder auch Altersdurchmischtes Lernen nicht gewährt werden soll.
 
Dass zukünftig Oberstufen mit zwei Klassen pro Jahrgang geführt werden können, sei grundsätzlich positiv zu werten. Bei einem integrativen Schulmodell mit heterogenen Stammklassen hätten jedoch ausgeglichenere Klassen gebildet werden können, die auch kleinen Schulgemeinden neue Perspektiven eröffnet hätte. Der Erziehungsrat habe leider eine grosse Chance verpasst, hängige Probleme zu lösen und in die Zukunft zu investieren.
 
Problem „Flade“ und „Kathi“ weiterhin ungelöst
Weiter sei störend, dass die Problematik der reinen Sekundarschulen wie beispielsweise in St.Gallen, Gossau oder Wil vom Erziehungsrat nicht angegangen werde. Im Kanton gebe es immer noch reine Sekundarschulen, obwohl das Oberstufengesetz klar verlangt, dass Real- und SekundarschülerInnen in der gleichen Schuleinheit unterrichtet werden müssen. In Zukunft sollen die Schulgemeinden wählen können, ob sie das bisherige System beibehalten oder auf das kooperative Modell umstellen wollen. Regierungsrat Kölliker wolle sich am „Flade“ und am „Kathi“ anscheinend nicht die Finger verbrennen.

Regierungsrat Kölliker wollte das Projekt bis 2012 umsetzen. Für die SP ein ehrgeiziger Plan, den sie wiederholt hinterfragt habe. Es sei klar, dass unter Zeitdruck keine Reformen möglich sind. Für die SP gilt es jetzt, ohne Zeitdruck doch noch eine richtige Oberstufenreform mit der nötigen Gesetzesänderung aufzugleisen.

 

 
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