SG. Die Abschusszahlen der St.Galler Jagdstatistik 2009 zeigen, dass der schneereiche Winter 2008/09 unter den Wildtieren viele Opfer, sogenanntes Fallwild, forderte. - mbMC
St.Galler Jagdstatistik 2009: Schneereicher Winter forderte zahlreiche Opfer
Die Abschussvorgaben werden jährlich auf das festgestellte Wildvorkommen abgestimmt. Sie dienen der Erhaltung eines gesunden und für den Wald tragbaren Wildbestands.
Obwohl im harten Winter 2008/09 mehr Rehe tot aufgefunden wurden, konnte die Abschussvorgabe leicht übertroffen werden. Die Jägerinnen und Jäger erlegten insgesamt 3423 Rehe. Der Rehbestand bewegt sich aber nach wie vor auf tiefem Niveau.
Krankheiten bei Gämse und Fuchs
Die Abschusszahlen sowie die Bestandeszahlen der Gämse sind insgesamt rückläufig, obwohl die Jagd sehr zurückhaltend und teilweise überhaupt nicht ausgeübt worden ist. Die Gamskolonien im Alpstein wurden in den Vorjahren durch Gamsblindheit und Lungenentzündung stark dezimiert. Die Fallwildverluste nahmen in diesem Jagdjahr jedoch deutlich ab. Dies deutet darauf hin, dass die Erkrankungen zurückgehen. Allerdings erholen sich die Kolonien nur langsam. Es dauert noch viele Jahre, bis der Gamsbestand wieder normal bejagt werden kann. In den übrigen Kantonsteilen verlief die Gamsjagd einigermassen zufriedenstellend. 2009 wurden etwas mehr Füchse erlegt als im Vorjahr. Das Fallwild hingegen verdoppelte sich. Der Hauptgrund liegt in einer Staupe-Epidemie, die verschiedene Regionen des Kantons St.Gallen heimsuchte. Mancherorts wurden kaum mehr Füchse beobachtet. Es ist aber zu erwarten, dass sich der Bestand nach Abflauen der Epidemie rasch wieder erholt.
Gesunder Rothirschbestand
Die Bestandeserhebungen beim Rotwild im Frühjahr 2009 überraschten. Im nördlichen Kantonsteil wurde mehr Rotwild gezählt als im Vorjahr. Zusammen mit der Rothirsch-Hegegemeinschaft legte das Amt für Natur, Jagd und Fischerei einen Abschussplan von 280 Tieren fest. Um das Wachstum des Rothirschbestandes zu stoppen beziehungsweise den Bestand zu reduzieren, wurden doppelt so viele weibliche wie männliche Tiere erlegt. Der Abschussplan wurde zu 97 Prozent erfüllt. Im südlichen Kantonsteil zeigte sich das gegenteilige Bild. Im Frühjahr wurden viele im Winter verendete Rothirsche gefunden. Die Scheinwerferzählungen ergaben denn auch weniger Hirsche. Trotzdem wurde angestrebt, den vorjährigen Abschussplan von 224 Stück Rotwild wieder zu erreichen.
Wegen der hohen Fallwildzahl infolge der strengen Wetterbedingungen des Winters 2008/09 sowie des milden Wetters während der Jagdzeit vom 15. August bis 15. Dezember 2009 konnten jedoch nur 164 Tiere erlegt werden.
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