Was 1990 mit der Eröffnung des Restaurants dieci Bar & Pizza in der Altstadt von Rapperswil und 1993 mit der Gründung des ersten dieci-Pizzakuriers als Parallelbetrieb begann, ist heute ein Unternehmen mit 220 Vollzeit- und 560 Teilzeitangestellten, sechs Restaurants, dreizehn Pizzakurier-Standorten, sieben Gelaterien und eigener Gelati-Produktion. Die Restaurants und Kuriere von Rapperswil über Chur, St.Gallen und Zürich bis nach Bern verkaufen jährlich rund eine Million Pizzen (davon 600'000 geliefert), 35'000 Tiramisu, 120'000 Pastagerichte und 200'000 Salatportionen.
Eigentlich tat Rocco Delli Colli, heutiger Verwaltungsratspräsident der dieci AG, 1990 nicht anders als schon viele vor und noch mehr nach ihm: Er wagte den Versuch, eine eigene Pizzeria zu eröffnen. Zu welcher Entwicklung das führen sollte, konnte er damals nicht im Ansatz erahnen. Kaum grösser als ein durchschnittliches Büro war sein Betrieb. Mit zehn Gästen waren sämtliche Plätze besetzt. Und sein Angebot fand Anklang: Immer öfter kam es vor, dass Pizzas zum Mitnehmen «über die Gasse» verkauft wurden. Delli Colli entschloss sich, diese Nachfrage zu nutzen und eröffnete 1993 den ersten dieci-Pizzakurier, der die Gerichte per Auto zum Kunden brachte. Was bisher nur aus amerikanischen Filmen bekannt war, hielt nun auch in Rapperswil Einzug.
Kurz vor dem Konkurs
Doch für den Jungunternehmer war rasch klar: Hinter dieser Idee steckt ein grösseres Potenzial. Zusammen mit Bruno Hug und Harry Rogenmoser entschloss er sich, das Geschäftsmodell zu erweitern, neue Standorte zu erschliessen. Zu dritt entwickelten sie den Pizzakurier-Bereich und eröffneten zwischen 1994 und 1997 Filialen in Winterthur, Wil, St.Gallen und Zürich-Oerlikon. Doch das Wachstum war auch mit Gefahren verbunden, erinnert sich Harry Rogenmoser, seit 1998 CEO des Unternehmens: «Wir erreichten eine für die Gastronomie kritische Grösse und erkannten, dass es unklug ist, von Rapperswil aus Betriebe in anderen Regionen zu führen.» Folglich wurde das Franchisesystem eingeführt: Mit Filialleitern vor Ort, die unternehmerisch denken, die Marke dieci leben und emotional mit dem Geschäftsgang verbunden sind, wollte man die schwache Rentabilität auffangen.
Eine Massnahme, die einschlug: «Wir standen damals kurz vor dem Konkurs und konnten praktisch im letzten Moment die Wende herbeiführen», sagt Rogenmoser. Zeit zum Durchatmen liessen sich die Teilhaber jedoch nicht – kurz nachdem der Silberstreifen am Horizont ersichtlich war, übernahm man mit der Pizza-Kurier SPK AG den seit Mitte der Achtzigerjahre tätigen und damit ältesten Pizzakurier der Schweiz mit fünf Filialen. Kaum zehn Jahre nach dem eigentlichen Startschuss mit knapp 40 Quadratmetern verfügte dieci über bereits zehn Filialen und wurde damit grösster Pizza-Kurier der Schweiz. Eine Position, die man seither nicht mehr abgegeben hat.
Emotionen und Qualität
Das Rezept, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, ist simpel. Rogenmoser: «Man muss Emotionen wecken, ausgezeichnete Qualität bieten und die Gäste hervorragend behandeln.» Was einfach tönt, ist mit harter Arbeit verbunden. Vom Bestellungseingang beim Kurier bis zur Lieferung an die Haustüre vergehen meist weniger als 45 Minuten. Eine Zeitspanne, in der die Abläufe perfekt aufeinander abgestimmt werden müssen – vor allem während den «heissen Phasen» am Mittag und abends. Denn jedes Gericht wird frisch zubereitet.
Qualität bedeutet bei dieci kein aufgetauter Teig mit einem hohen Anteil Hefe und keine Fertigprodukte. «Wir wollen italienische Kultur vermitteln», umschreibt Rogenmoser. «Und diese beinhaltet Lebensfreude und Essgenuss. Unsere südlichen Nachbarn haben gerade im kulinarischen Bereich ein gutes Gespür, was Qualität und Produkte anbelangt. Dieser Standard ist unsere Philosophie.»
1600 Pizzen täglich
Schon heute werden durchschnittlich 1600 Pizzen pro Tag von dieci ausgeliefert. «Der Pizzakuriermarkt wird sich auch in Zukunft weiter hoher Wachstumsraten erfreuen», prognostiziert Harry Rogenmoser. Das italienische Fingerfood ist nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit ein Verkaufsschlager. «Der Home-Delivery-Sektor in der Schweiz ist erst rund 15 Jahre alt und stellt heute eine sehr etablierte, rege benutzte Vertriebsform dar. Durch eine professionelle Abdeckung sind die Märkte in vielen Städten und Ortschaften sehr entwicklungsfähig.» Und ist in der Schweiz dereinst ein dichtes Netz von Standorten gelegt, könnte auch das Ausland ins Visier von dieci kommen. Rogenmoser: «Das ist noch Zukunftsmusik. Aber durchaus ein möglicher Schritt.»
St. Gallen/SG. Im April dieses Jahres führte die Stadtpolizei St.Gallen eine Kundenzufriedenheitsumfrage durch. Die Umfrage erfolgte bei Personen, welche in unmittelbarem... »weiter
St. Gallen/SG. Vom 2. bis 6. August lädt das Jugendsekretariat im Rahmen des Sommerplausches Kinder aus der Stadt St. Gallen zu „Atlantis“ ein. Die Angebote sind kostenlos und... »weiter
St. Gallen/SG. Der FC St. Gallen musste sich gestern dem Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen mit 1:3 geschlagen geben. Die entscheidenden Tore schossen Siefkes und Helmes erst... »weiter
Altnau/TG. Heute Nachmittag ging es auf dem Campingplatz in Altnau an den 1. Schweizer Grillspielen um die Wurst. Die Ostschweizer VIP-Herausforderer bestehend aus Anita Buri,... »weiter
Rorschach/SG. Vom 19. bis 22. August findet in Rorschach der vierte Raiffeisen Beach-Event presented by Frisco statt. Die Organisatoren zeigen sich vom Event-Standort... »weiter
Leiter AVOR und Druckvorstufe Sie unterstützen und vertreten diesen in allen Belangen und gewährleisten einen funktionierenden Produktionsablauf. ... » Weiter